Niederlage für Turner zeigt Entwicklungspotential

Am Samstag, dem 27.02. traten die Turner des 1.FC Spich zuhause zu ihrem zweiten Saisonwettkampf in der Oberliga an. Gegner war dieses Mal die erste Mannschaft des Bonner TV, der Zweitplatzierte des letzten Jahres. Als Aufsteiger keine einfache Aufgabe, zumal zwei aktive Bundesligaturner im Aufgebot der Gäste starteten. Dass es sehr schwer werden würde hier eines der sechs Geräte an denen der Wettkampf ausgetragen wird, oder sogar den Sieg zu holen, war also von vornherein zu erwarten. So konnten die Spicher Turner ohne allzu großen Erwartungsdruck aufturnen. Einzig das Ziel an den heimischen Geräten die Sauberkeit der Übungen zu verbessern und das ein oder andere neue Element erfolgreich in die Übungen einzubauen, galt es zu erfüllen. Direkt zu Beginn des Wettkampfes konnten die erst 12 und 14 jährigen Daniel und Ilja Töws den etwa 60 Zuschauern in der Spicher Dreifachhalle am ersten Gerät so ihre neuen Bodenübungen präsentieren. Beide Nachwuchssportler konnten mit ihren neu erlernten Doppelschrauben rückwärts beeindruckende Schwierigkeitsgrade zeigen.

Die Bonner Mannschaft konnte hier ihre Erfahrung ausspielen und gewann das Gerät trotz etwas geringerer Schwierigkeit durch die sicherere Ausführung. Am zweiten Gerät, dem Pauschenpferd schlich sich wieder ein mal bei den Spichern der Fehlerteufel ein. Drei Mal mussten Turner der Heimmannschaft das „Zittergerät“ verlassen, was durch das Kampfgericht in Relation zu den Gästen überhart bestraft wurde. Einzig Ilja Töws und Routinier Dimitrii Lavrinenco kamen ohne Sturz durch ihre Übungen. Letzterer (Dimitrii) mit der Höchstwertung von 13,30 Punkten. An den Ringen, dem dritten Gerät, fehlte der Schwierigkeitsgrad und so konnte nur durch unglückliche Fehler des Gegners der zur Halbzeit geltende Zwischenstand mit 105,65 zu 114,15 Punkten mit einem zu diesem Zeitpunkt überraschend geringen Rückstand gehalten werden. Beim Einturnen zum vierten Gerät, dem Sprung, kam es dann zu einem Desaster. Der stärkste Spicher Springer Marvin Pfeiffer landete sehr unglücklich und zog sich wie sich später im Krankenhaus herausstellte einen Bänderriss zu. Ein schwerer Schlag für die Mannschaft, denn hätte er heute turnen können wäre dieses Gerät wohl gewonnen worden. Nur 0,25 Punkte trennten hier die Mannschaften voneinander. Angesichts der Verletzung von Marvin tritt das aber natürlich in den Hintergrund und wir wünschen eine schnelle Genesung. Am vorletzten Gerät, dem Barren setzte die Heimmannschaft dann auf Sicherheit und verzichtete auf die neuen riskanten Abgänge. Das „Königsgerät“ Reck zum Abschluss des Wettkampfs verlief zufriedenstellend, die Form der Übungen konnte im Vergleich zur letzten Begegnung gegen den Leistungsstützpunkt aus Mühlheim an der Ruhr vor zwei Wochen verbessert werden. Dieses Fazit der verbesserten Form lässt sich dann mit der Ausnahme des Pauschenpferdes auch für den Wettkampf in seiner Gesamtheit treffen. So konnte die Gesamtausbeute beim Endstand von 208,60 zu 223,65 Punkten bei gleicher Besetzung um fast sieben Punkte gesteigert werden. In zwei Wochen treten die Turner für die letzte Begegnung der Gruppenphase beim TV Verlautenheide in Aachen an. Nach den bisher geturnten Punkten ist hier sicherlich die größte Chance zu sehen, wie der Klassenerhalt schon vor dem Finale im April gesichert werden könnte. Die Spicher können hier zum ersten Mal in diesem Jahr (mit Ausnahme des verletzten Marvin Pfeiffer) auf die volle Mannschaft zurückgreifen. Zwei wichtige Punktelieferanten der Aufstiegssaison stoßen hier wieder zum Team. Eine Konstellation, die die junge Mannschaft in Reichweite des Gegners bringen kann. Alle Aktiven sind sehr gespannt auf diesen Wettkampf und werden die nächsten beiden Trainingswochen dazu nutzen, die schwierigen Übungen weiter an Sicherheit gewinnen zu lassen. 

 

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