7. Spieltag 2017/18: 1. FC Spich – DJK Neubrück

Spich spielt Katz und Maus mit Neubrück

Unbenannt 1 kleinSEELSCHEID, 18. November 2017 - Mit den ersten 3 Punkten im Gepäck, welche am vorherigen Donnerstag gegen Leverkusen verdient eingefahren wurden, begab sich Ullmanns Truppe nach Seelenscheid. Schon vor dem Spiel sah man neu gewonnenes Selbstbewusstsein in den Gesichtern der Spicher Stricher!

Die Saison war noch jung. Nichts war entschieden. Weitere 3 Punkte würden den Platz im Tabellenmittelfeld sichern und den Weg nach oben frei machen. So schnell könnte eine Krise überwunden werden. Eine gesunde Restanspannung war da, und der Wille zum Sieg erst Recht!

Entschlossenheit, Konzentration und Disziplin waren die drei wesentlichen Anhaltspunkte, die der Trainer uns zum Warmmachen mit auf den Weg gab. Noch ein paar Boden-Decke-Schläge zur Belustigung der zahlreich mitgereisten Fans und das Spiel konnte beginnen.

Von Beginn bis zum Schluss war die Mannschaften im Vergleich zu den Wochen zuvor nicht wieder zu erkennen. Langfassung:

  • Spich klar überlegen
  • Neubrück klar unterlegen
  • 3:0 nach 3 Sätzen
  • Alle 3 Sätze gewann Spich mit 25 Punkten
  • Wiegand bester Außenangreifer des Spiels (as always..)
  • Stoebke bester Sänger des Spiels, Ullmann lautester..
  • Schaumann, Küper und Preis gefährlichste Bankwärmer
  • Auch über Diagonal hats mal wieder richtig gescheppert
  • Die Annahme war ungelogen so gut wie noch nie in der Saison (Trainings selbstverständlich ausgenommen)
  • Über die Mitte wurde tatkräftig bewiesen, dass auch Elfmeter ohne Torwart im „Mario Gomez Style“ unverwertet bleiben können
  • Keine gelben Karten
  • Keine Zeitstrafen
  • Keine Platzverweise
  • Keine Schlägereien
  • Kein Videobeweis
  • Kein Bier vor 4

Total uninteressantes Spiel (um nicht zu werten), hier und da mal ne Auszeit von Neubrück, hier und da mal ne Auszeit von Ullmann, der vermutlich die Eintönigkeit des Spiels zu unterbrechen versuchte. Aber es hat Spaß gemacht!

Die Mannschaft war diszipliniert bis ins letzte Glied und spielte ihr spontan funktionierendes Konzept gnadenlos herunter. Auf dem Platz und neben dem Platz.

Doch dann! Gegen Ende des zweiten Satzes. (Ich hätte es fast vergessen, denn es passte so gar nicht in den Spielverlauf) Plötzlich Verwirrung an der Seitenlinie! Sprachlosigkeit. Wie betäubt verstummten die Spicher Auswechselspieler und in der Halle war es totenstill. Keiner rührte sich. Dann plötzlich Chaos und Panik! Das Spiel war auf einmal völlig nebensächlich! Den Tumulten folgte totale Entgeisterung und Fassungslosigkeit. Doch was war überhaupt geschehen?! Was ist passiert?!

Offensichtlich hatte sich der Coach an einem der 5 mitgereisten Mittelblocker bedienen wollen und das Zeichen zur Einwechslung gegeben. Wie sich herausstellte - ein fataler Fehler. Der berufene Spieler hatte schon ein süffisantes Lächeln aufgesetzt, denn er wusste ganz genau was nun blühte. Naja, von blühen konnte wohl kaum die Rede sein. In dem Augenblick, in dem unsere Nummer 15 sein heißgeliebtes Trickot überwarf, verschwand jegliche Lebensfreude aus der einst lebendigen Halle. Die wunderschönen Blumen in den Haaren unserer Spielerfrauen verwelkten augenblicklich. Ein nicht auszuhaltender Geruch, nein Gestank (!) verteilte sich in der einst wohlriechenden Sporthalle. Ein perfider und böser Gestank, weit entfernt von der Vorstellungskraft eines Normalsterblichen. Wahnsinn neben Ohnmacht. An Volleyball war nicht mehr zu denken. Ein bitterer Moment in der Geschichte des Hallensports.

Und deswegen an alle Sportler da draußen. Und ganz besonders an unseren lieben Felix. Bitte vergiss nie nie nie NIE wieder, deiner Mama dein Trikot in die Wäsche zu geben. Danke. Und auch wenn das unverzeihlich war letzten Spieltag, wir haben dich trotzdem lieb :* Wo waren wir?

Der Sieg blieb trotz aller Vorkommnisse nie gefährdet - im Gegensatz zu unserer Gesundheit. Schlussendlich wurde ein völlig verdienter 3:0 Sieg eingefahren, und weil wir nicht gestorben sind, hören wir das „Tschu Tschu Wah“ noch heute.

Mit breiter Brust darf jetzt nach vorne geschaut werden.

Ende

Für Spich spielten: Felix Scheel, Holger Alsmann, Jan Mayer, Kay Stoebke, Lukas Preis, Mario Lenz, Matthias Wiegand, Philipp Küper, Sebastian Schaumann, Tobi Szemkus, Volker Neumann

Autor: Sebastian Schaumann

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