3. Spieltag 2018/19: 1. FC Spich – AVC 93 Köln II

1+2+3=9? Oder warum die 42 doch nicht immer die richtige Wahl ist

spieltag3 2018 19 klKÖLN, 6. Oktober 2018 - „Wenn wir alle Spiele so spielen, sind wir am Schluss Erster.“, so Tofu Szemkus, Spielertrainer beim ungeschlagenen Tabellenführer Spich. Der Christian Streich der Volleyball-Landesliga fand auch schon direkt nach der aufreibenden Partie kluge Worte. Manch Schöngeist wäre aufgrund der vielen Zahlen in dieser Saison sicher schon zu verwirrt gewesen. 3 Punkte, 25 Punkte, 3 Sätze, AVC 2 oder AVC 3 oder nächstes Jahr AVC 1, dazwischen noch Brühl 2 und irgendwann kommt noch einer mit nem A4. Wer soll hier noch durchblicken!? Wir jedenfalls nicht. Da verliert der AVC 2 im ersten Spiel gegen den AVC 3 und spielt dann gegen uns deutlich besser als der AVC 3. Ist die 3 gar nicht die 2 und wie spielt erst der AVC4? Vielleicht lag es aber auch gar nicht am Gegner, sondern an uns?

Hah! Alles Nonsens! „Fake News! What you’re seeing and what you’re reading is not what’s happening.” [D.J. Trump, 24.7.18]

Was wirklich stimmt: Wir waren 6 Spicher auf dem Feld, mal standen 5 nur rum und einer sprang am Netz nach der Annahme; es lagen auch mal 4 auf dem Boden und der Ball ging doch wieder zum Gegner; nie sprangen 3 gleichzeitig am Netz hoch, dafür ganz oft 2 und nicht selten sogar nur 1 (ein ziemlich alter), die dann alle den Ball vor die Füße des Gegners blocken konnten. Sogar alleine.

So einfach? Nach dem Anpfiff waren Zahlen für uns jedenfalls erstmal Schall und Rauch. Wer braucht schon die gleiche Anzahl Punkte wie der Gegner. 7 oder 8 aufzuholen ist auch ok. Jaja, jeder Anfang ist schwer. Oder wie sang schon Bon Scott “I tell you folks, It's harder than it looks, It's a long way to the top if you wanna rock 'n' roll.” 27:25, ganz ohne Zahlenspiele: 1. Satz im Sack.

Rock und Roll passte gut zu diesem Spiel. Eher sogar Röckchen - die mal wir, mal der Gegner anhatte - und Röllchen, welche die Abwehraktionen zwischenzeitlich ganz gut beschreiben. Aber solange der gute, alte Grundschritt des Walzers („1,2,3“) auch auf dem Feld befolgt wird und der Ball beim Gegner bleibt, stimmt zum Ende das Ergebnis.

Keineswegs war das Spiel eine 0-Nummer. Die Jungs über die 4 verdroschen die 6 vom AVC 2 regelmäßig und wollte der aktive Club mal gegenhalten, versperrten 10 bis 20 Finger den Weg in unseren 9x9m Bereich.  Der 2. Satz war dann besser als der erste. na gut, sagen wir, deutlicher. Kein Wunder, wenn nicht erst 7 Punkte aufgeholt werden müssen. 25:20. Schon mal 2 Punkte gegen den AVC 2 sicher. Gegen den AVC 3 waren es am Ende 3. Ist das dann überhaupt regelgerecht, wenn wir dann gegen die 2 auch 3 holen?

Ja, so verwirrt wie es klingt, sah das Spiel dann auch im letzten Satz aus. Deutlicher Vorsprung für die 6 von der Kölsch-Tankstelle. Aber 24 ist nun mal nicht 25. Und weil die Damen-Teams noch alle Umkleiden belegten, spielten wir noch weiter. Aber nur kurz, denn die mitgereisten Kinder begannen schon Brühl auszurauben. 26:24 sollte reichen. Die Tabelle zeigt auf 1 den 1. FC Spich. Klar, sonst müssten wir ja auch 2., 3. oder 4. FC Spich heißen. Auf Platz 2 entsprechend Meckenheim 2 und auf 3 der AVC 3. Total verwirrend ist nur, dass danach einfach nichts mehr stimmt. Da muss wohl mal der Staffelleiter ran. Oben haben wir jedenfalls für Ordnung gesorgt.spieltag3 2018 19

Danke auch an den mitgereisten Fan, der sich sogar als Spicher-Spieler verkleidet hat. Sah unserem Diagonalangreifer echt ähnlich.

Für Spich spielten: Christoph Trük, Holger Alsmann, Jan Mayer, Lukas Arndt, Lukas Preis, Matthias Wiegand, Max Schaper, Simon Tebbe, Timo Scheel, Tobias Szemkus und Volker Neumann

Autor: Volker Neumann

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